Underground

eine Eigenproduktion der Theater AG des Spohn-Gymnasiums

mit Texten u.a. des Kurses Literatur und Theater.

Unter der großen Stadt durchzieht ein System von Tunneln die Erde und transportiert die Menschen und Ihre Schicksale. Zwangsläufig kreuzen sich ihre Wege und sie nehmen auf ihrem Lebensweg eine andere Abzweigung. Der Takt der U-Bahnen bestimmt die Frequenz des Daseins. Im Gewusel blitzt das eigene kleine Ameisenleben kurz auf, um im Sog der Masse wieder zu verschwinden. Drängen sich alle in ein U-Bahnabteil, offenbart sich ein Querschnitt durch die Gesellschaft, der in Dichte und Intensität sonst kaum möglich ist. Jede Figur trägt Ihr Paket und arbeitet sich an ihm ab. Man wird Zeuge menschlicher Abgründe, aber auch der Hoffnung der Menschlichkeit. Und über allem steht die Angst, dass dieses sensible Konstrukt unausweichlicher privater Öffentlichkeit bedroht wird. Man will es sich nicht wirklich anmerken lassen, aber jeder Mülleimer könnte plötzlich explodieren. Und hat nicht schon der Innenminister passend formuliert: „Ein Teil der Antworten würde die Bevölkerung verunsichern."

Im Entstehungsprozess dieser Eigenproduktion übernimmt jeder Schauspieler die Rolle einer Figur aus dem Kaleidoskop der postmodernen Gesellschaft. Es entstehen Szenen, die aus der Begegnung einzelner Menschen herrühren, welche nur der Notwendigkeit des Massentransportmittels U-Bahn geschuldet sind. Immer wieder entstehen Räume und Momente, in denen sich der Einzelne äußern kann und seinen eigenen Abgrund auslotet. Und über allen und allem steht die Frage. Wie geht die Gesellschaft damit um, dass ein Terroranschlag alles plötzlich beenden kann?

Aufführungstermine: 14. & 15. März

Eintritt: 9 €; erm. 4 €