Die Theater-AG des Spohn-Gymnasiums präsentiert: William Shakespeare: Hamlet

Wer ist denn das? Kommt auf die Bühne, redet wirres Zeug und bringt immer den Falschen um, bildet sich ein, dass seine Freundin ihn hintergeht und sein bester Freund mit seinen Widersachern  unter einer Decke steckt?

Wie kann man dem helfen? Warum rennt der immer wieder gegen die Wand? Aber dann lässt er Einblicke in seine Seele zu und wir werden eines zerrissenen Menschen gewahr, der seine Psyche bis in die Grundfesten auslotet und schließlich daran zugrunde geht, und wir leiden mit ihm, wir verstehen ihn und wir denken: „Ja das habe ich auch schon einmal gefühlt!“

Hamlet glaubt einem Geist, dass sein Onkel seinen Vater getötet hat, und fragt sich dabei nur kurz, ob das nicht doch ein Dämon ist, der ihn ins Unglück stürzen will. An dieser fixen Idee, die natürlich absolut begründet ist, arbeitet sich der junge Mensch im Verlaufe der Handlung immer wieder ab. Er will den Mörder stellen und jedes Mittel ist im Recht. Allerdings erkennt er nicht, dass er stets den tragischen Fehler macht, sich für seinen eigenen Fall und den Untergang seiner Gegner und auch Liebsten zu entscheiden.

Hamlet setzt sich dabei mit den existenziellen Fragen unseres Daseins auseinander:

Was ist der Mensch?

Wer ertrüg der Zeiten Spott und Geißel?

Warum schwächt, das unentdeckte Land, von des Bezirk kein Wandrer wiederkehrt, unseren Willen?

Jede Szene erscheint als in sich geschlossenes Mini-Drama, das den Zuschauer am Ende ohne Antworten entlässt, da es die vielleicht gar nicht gibt.

Die neun jungen Schauspieler der Theater-AG des Spohn-Gymnasiums haben sich in diesem Jahr für die berühmteste Figur der Theatergeschichte entschieden, deren Facetten derart vielschichtig sind, dass jeder auch einmal den Hamlet spielen und die Tiefen seines Charakters selbst durchleiden darf. „I call thee Hamlet.“ Ich nenne dich Hamlet und du wirst zu Hamlet, aber du kannst ihn wieder verlassen.

Mit viel Spielfreude an den merkwürdigen  Auftritten der Hauptfigur, aber auch an der Darstellung der nicht minder grotesken Nebenfiguren, dann aber wieder mit Lust am Leiden und an der Leidenschaft der nicht eintretenden Erkenntnis entsteht ein Kaleidoskop der menschlichen Psyche, die keine andere Bühnenfigur derart intensiv durchlebt wie eben… Hamlet

 Eintritt Erwachsene 9,70€; ermäßigt 6,40€, Vorverkauf: Schüler 4€, Erwachsene: 9€

6. & 7. Juni 2018; 19 Uhr

   

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