Wenn die Evangelische Stadtkirche bis auf den letzten Platz besetzt ist und von den ersten Tönen bis zum Schlussakkord eine fast greifbare Magie in der Luft liegt, ist Weihnachtszeit am Spohn-Gymnasium. Am Abend des 18. Dezember verwandelten die Ensembles der Schule das Gotteshaus in einen Konzertsaal, dessen musikalisches Niveau weit über das Maß einer gewöhnlichen Schulveranstaltung hinausreichte.
Den festlichen Auftakt gestaltete das Vororchester, das unter anderem mit dem traditionellem „Carol of the Bells“ überzeugte. Es folgte ein Abend voller Kontraste: So überraschte der Unterstufenchor mit einer energetischen Interpretation von Tina Turners Hymne „We Don’t Need Another Hero“, während der Fortgeschrittenenchor „Spohnissimo“ mit dem heldenhaften „Go the Distance“ (aus dem Musical Hercules) stimmliche Präsenz zeigte. Für Gänsehautmomente sorgte zudem das Vokalensemble der Oberstufe, das mit Eric Whitacres „Glow“ den Kirchenraum erfüllte.
Einen Moment barocker Eleganz schenkte der Solist Fridolin Ege dem Publikum, der Henry Purcells „If music be the food of love“ mit viel Gefühl interpretierte. Einen beschwingten Gegenpol bildete das Instrumentalensemble, das – neben weiteren Stücken – mit Leroy Andersons „Sleigh Ride“ winterliche Leichtigkeit verbreitete.
Für das große Finale bündelten sich schließlich alle Kräfte: Der ESEL-Chor (Eltern, Schüler, Ehemalige, Lehrer), der Unterstufenchor, Spohnissimo und das Instrumentalensemble vereinten sich zu einem imposanten Klangkörper. Nach dem innigen „Abendsegen“ von Humperdinck bildete das Stück „Thankful“ (Sager/Foster/Page) den krönenden Abschluss.
Der Titel war dabei Programm: „Thankful“ stand an diesem Abend nicht nur für ein Musikstück, sondern für ein Lebensgefühl. Es war der musikalische Ausdruck der Dankbarkeit für das gemeinsame Musizieren, die lebendige Schulgemeinschaft und diesen besonderen Moment der Ruhe im Advent.
